Call for Presentations

Das Frühjahrsfachgespräch (FFG) der German Unix User Group (GUUG) bietet System- und Netzadministrator/innen und -architekt/innen, DBA, Entwickler/innen und IT-Sicherheitsexpert/innen seit beinahe 20 Jahren ein im deutschen Sprachraum einzigartiges Forum für kollegialen Austausch.

Für das Vortragsprogramm mit zwei parallelen Tracks am 28. und 29. Mai 2020 im Hamburger DESY sucht die GUUG ReferentInnen. Neue Trends und Technologien, Einblicke in die Berufspraxis sowie Verbindungen zu angrenzenden Fachgebieten sollen hier präsentiert und gemeinsam diskutiert werden.

Thematischen Schwerpunkte

Rundes Jubiläum

Dieser Tage feiert die Ehe aus Internet, geb. DARPA, sowie Unices goldene Hochzeit. Wer die letzten 50 Jahre Revue passieren lässt stellt fest, dass einige Prinzipien bemerkenswert lange gehalten haben, etwa das der langfristigen Schnittstellen und der Modularisierung. Dennoch erfindet sich das dynamische Duo der professionellen IT immer wieder neu, bisweilen sogar disruptiv. Wir wollen in diesem Schwerpunkt über Megatrends von Unix sprechen und anhand konkreter Beispiele untersuchen, wo vielleicht eine Abkehr vom Gewohnten ins Haus steht. Stichworte: Unix-Prinzip, BSD, Pipes, Sockets und sonstige IPC, Message-Busse, Systemd, Homed.

Berufskapitän

Die Diskussion über Kubernetes in den Fluren (und Serverräumen) von IT-Unternehmen ist unausweichlich. Das um die Containerverwaltung entstandene Ökosystem ist gigantisch. Zweiflern spielt diese Unübersichtlichkeit in die Karten, Befürworter preisen die funktionale Vielfalt. In diesem Schwerpunkt wollen wir anhand von Beispielen diskutieren, was mittlerweile zum Kubernetes-Kanon gehört, aber auch was noch so ofenfrisch ist, dass sich eine Produktionsumgebung daran die Finger verbrennen würde. Stichworte: Kubernetes, Istio, Helm, Operators, Prometheus, Kafka.

Infrastrukturkampagne

Auch wenn es manche Cloud Natives nicht wahrhaben möchten: Anwendungen und Plattformen brauchen noch immer Infrastruktur aus Servern, Speicher und Netzwerk. Weitsichtige Admins müssen in der Regel nicht vom Sinn guter Automatisierung überzeugt werden, aber muss deshalb gleich eine Cloud ins eigene Rechenzentrum? Bare Metal erlebt ein bemerkenswertes Revival. Dieser Schwerpunkt stellt die Frage, wie Systemverantwortliche den Überblick über ihrer Infrastruktur behalten und sie verwalten, ohne die berühmten Turnschuhe schnüren zu müssen. Stichworte: Cloud, OpenStack, Provisionierung, Foreman, cloud-init, Netbox.

Weitere Themen von Interesse

  • Architektursicherheit: Wie Containerumgebungen für Sicherheitsvektoren sorgen, die vorher nicht existierten.
  • CI/CD: Bald auch von der Stange? Was macht eine moderne Pipeline aus?
  • Messwerte, Telemetriedaten und Logmetriken sind in der Timeseries-Database. Und nun? Wie visualisiert man zielgruppengerecht die Datenschätze?
  • Konfiguationsmanagement: Hat der Markt sich jetzt sortiert oder geht da noch was? Welche Tools haben heute überlebt – und warum?
  • Major-Release: Welche Softwareprojekte haben an der ersten Versionszahl gedreht und was bedeutet das?
  • Data Science, KI und Machine Learning: Ein Überblick der geläufigsten Frameworks.
  • DevOps, ChatOps, SecOps und GitOps: Sind wir nicht alle ein bisschen Agile-native?
  • Vhosts, Co-Location, Managed Server, Virtualisierung, Private und Public Cloud, sowie Hyperscaler: Was lohnt für welchen Anwendungsfall?
  • Rust, Kotlin, Go, Language-formerly-known-as-Perl6: Wer beerbt C?
  • Sind Lehrjahre keine Herrenjahre? Wie wir Unix-Neulingen in Schule, Ausbildung, Studium oder in neuen Jobs das richtige Handwerkszeug mitgeben.

Die GUUG freut sich über alle Beiträge mit konkretem Praxisbezug. Produktpräsentationen oder Sales- und Marketing-Vorträge sind nicht erwünscht. Hersteller und Dienstleister haben im Rahmen des Sponsoring die Gelegenheit, sich und ihre Produkte auf der Veranstaltung zu präsentieren, sofern ein technischer Aspekt im Vordergrund steht.

Ein Vortrag dauert einschließlich Fragen und Diskussion ca. 45 Minuten. Konferenzsprache ist Deutsch. Englischsprachige Vorträge internationaler ReferentInnen sind natürlich willkommen.

Einreichung von Vorschlägen

Die Kurzfassungen sollten aussagekräftig sein – sowohl für die Beurteilung durch den Programmbeirat der GUUG wie auch für die TeilnehmerInnen, die sich darüber ein Bild vom Vortragsprogramm machen.
Alle ReferentInnen sind zur Teilnahme am FFG und der Abendveranstaltung einschließlich Übernachtung herzlich eingeladen. Reisekosten kann die GUUG nach Absprache und auf vorherigen Antrag übernehmen.

Workshops

Neben dem Vortragsprogramm finden im Rahmen des FFG am 26. und 27. Mai 2020 auch wieder Workshops statt, und zwar in folgendem Format:

  • Dauer: 1 oder 2 Tage
  • Praxisorientierter Ansatz, bei dem die max. 10 TeilnehmerInnen auch selbst aktiv werden können
  • Der Leiter/Die Leiterin stellt eine geeignete Hard- und Software-Umgebung bereit. Im Vorfeld kann die GUUG LeiterInnen und TeilnehmerInnen ggf. bei der Vorbereitung unterstützen.
  • Der Referent/Die Referentin stellt geeignetes Begleitmaterial in Form von Folien, Handout, Büchern etc. zur Verfügung.

Neben Reisekosten und Übernachtung zahlt die GUUG den LeiterInnen der Workshops eine Aufwandsentschädigung.

Termine

  • Frist zur Einreichung: 8. März 2020
  • Benachrichtigung der Referenten: bis spätestens 29. März 2020
  • Veröffentlichung des Programms: 8. April 2020
  • Workshops: 26. und 27. Mai 2020
  • Konferenz: 28. und 29. Mai 2020

Für Rückfragen ist der Programmbeirat unter ffg-einreichung@guug.de erreichbar.

Du kannst Einreichungen bis 08.03.2020 23:59 (Europe/Berlin) abschicken – noch 1 Woche, 6 Tage.