06.03.2026 –, V1
Die freie Variante von OpenSolaris, illumos, dient als Basis für moderne, performante und universell einsetzbare OS-Distributionen. Zwei davon werden vorgestellt: OmniOS und SmartOS.
Viele erinnern sich: Sun Solaris war mal der Gorilla im Dotcom-Zoo. Manche wissen auch, daß es mal ein OpenSolaris gab, in dem all die schönen Sachen frei verfügbar wurden: NFS v4, SDN, Crossbow-SMF als systemd-Vorbild und die richtigen Klopper wie dtrace, Zonen und ZFS. Aber kaum jemand ahnt, daß all dies auch heute noch weit außerhalb des Linux-Tellers und hinterm BSD-Horizont existiert und nicht nur munter weiterentwickelt wird, sondern tatsächlich auch professionell im Einsatz ist.
Heute sollen zwei Vertreter der aktuellen OpenSolaris-Generation vorgestellt werden: OmniOS und SmartOS. Beide basieren auf illumos, der "freien" OpenSolaris-Variante und vereinen das "gute alte Solaris-Feeling" mit modernen Features. Während OmniOS eher der "klassische" Universal-Server ist, bietet SmartOS eine stabile Plattform für Workload-Virtualisierung. Insbesondere bei Performance und Management von VMs müssen sich die illumos-Systeme nicht hinter KVM und Co. verstecken.
Ich möchte zeigen, warum es sich lohnt, abseits des Mainstreams illumos-Distros einzusetzen und dafür zu entwickeln, und wie man den Einstieg in die Community findet.
Volker A. Brandt ist zusammen mit seinem Bruder Rainer Inhaber einer kleinen Firma, die sich auf heterogene RZ-Infrastruktur mit Schwerpunkt Sun Solaris spezialisiert hat, aber inzwischen längst auch BSD und Linux einsetzt. Er beschäftigt sich mit Systeminstallationen, Data Center Automation, Paketierung und systemnaher Programmierung, DevOps sowie allem möglichen andern schönen Schlagwörtern. Er redet gerne, viel und oft über Solaris, Unix und Open Source.